Der Zweifel hat noch nie gesprochen,
da isst der Glaube schon sein Brot,
Der Zweifel zählet seine Groschen,
Der Glaube fürchtet keine Not.
da isst der Glaube schon sein Brot,
Der Zweifel zählet seine Groschen,
Der Glaube fürchtet keine Not.
Sieht jener nichts als düstre Nächte,
sieht dieser schon den Sonnenstrahl,
sieht jener nur des Schicksals Mächte,
Erblicket dieser Gottes Wahl.
sieht dieser schon den Sonnenstrahl,
sieht jener nur des Schicksals Mächte,
Erblicket dieser Gottes Wahl.
Wenn jenen alle Hülfe fliehet,
Erhebet dieser kühn sein Haupt,
Der Zweifel glaubet, was er siehet,
Der Glaube siehet, was er glaubt.
Erhebet dieser kühn sein Haupt,
Der Zweifel glaubet, was er siehet,
Der Glaube siehet, was er glaubt.
Der Zweifel sitzet im Verstande,
Der Glaube ruht im Herzensgrund;
Den Zweifel fesseln Erdenbande
Dem Glauben macht der Herr sich kund.
Der Glaube ruht im Herzensgrund;
Den Zweifel fesseln Erdenbande
Dem Glauben macht der Herr sich kund.
Dem Zweifel frommt und hilft kein Bitten,
Doch das Gebet des Glaubens siegt:
Und jener naht mit bangen Schritten,
wenn dieser Gott entgegenfliegt.
Doch das Gebet des Glaubens siegt:
Und jener naht mit bangen Schritten,
wenn dieser Gott entgegenfliegt.
Der Zweifel glaubt an eig’ne Stärke,
Der Glaube zweifelt an der Kraft;
Der Zweifel sucht im eignen Werke,
Was Christus nur dem Glauben schafft.
Der Glaube zweifelt an der Kraft;
Der Zweifel sucht im eignen Werke,
Was Christus nur dem Glauben schafft.
Der Zweifel will den Glauben meistern, –
Der Glaube achtet nicht den Spott;
Der Zweifel spricht von trüben Geistern,
Und sieh‘, der Glaube ruht in Gott!
Der Glaube achtet nicht den Spott;
Der Zweifel spricht von trüben Geistern,
Und sieh‘, der Glaube ruht in Gott!
Peter Friedrich Engstfeld
(1793-1848), deutscher Organist und Kirchenlieddichter
(1793-1848), deutscher Organist und Kirchenlieddichter

