Kirchturmbild Konfirmanden Jahrgang 2021/2022

Jesus Christus spricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ das sind die Worte die uns durch das Jahr 2022 begleiten.  Zu dieser Losung hat Stefanie Bahlinger ein Bild gemalt. Die Konfirmandinnen haben es als Vorlage für das Turmbild gewählt. 
 
Wir sehen eine geöffnete Tür. Der Tisch ist angedeutet, wirkt schwebend. Sonst sind keine Möbel zu sehen, weder ein Schrank noch Stühle, auch keine Rückwand. 
Im Raum warmes, einladendes Licht, das von hinten in den Raum fällt und sich nach außen hin ausbreitet. 
Der Lichtkegel sieht aus wie ein Weg. 
Brot und Wein stehen in der Mitte. Ein überdimensionaler goldener Schlüssel in Form eines Kreuzes baumelt an einer Kette von oben herab. 
Kirchturmbild 2022
Das Kreuz als Schlüssel zum Leben und als … 
Etwas Geheimnisvolles ist mit diesem Bild verbunden. Der Abschnitt aus Joh 6 weist uns die Richtung. In ihm und in den folgenden Abschnitten stehen zahlreiche „Ich bin Worte.“ 
Sie sind hinter diesem Bild und sind im Bild mitgedacht. 
-Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern. Und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst dürsten.“ (Joh 6,35) 
-„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der  Finsternis, sondern Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12) 
-„Ich bin die Tür. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet. Er wird hinein- und hinausgehen und eine gute Weide finden. Ich bin gekommen, um ihnen das wahre Leben zu bringen –das Leben in seiner ganzen Fülle.“ (Joh 10,9f) 
-Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh 14,6) 
-„Ich bin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“ (Joh. 11, 25.26) 
Was für ein Angebot, was für eine Einladung!                                    Wenn wir dieses Bild sehen, das Wort lesen, dass wir zu Jesus kommen dürfen und sollen und nicht abgewiesen werden. Alle diese Worte vom Brot, vom Licht, von der Tür, vom Weg und von der Auferstehung werden mitgedacht. 
Der Zutritt zum Raum ist barrierefrei. Der Zugang ist frei - kein „Türsteher“, keine Kontrolle.
Und noch mehr:  Jesus lädt ein zum Abendmahl. In ihnen ist er selbst gegenwärtig. Bei der Mahlfeier nehmen wir ihn in Brot und Wein auf. Jesus möchte in unsere Herzen aufgenommen werden. Er will uns im Hier und Jetzt nahe sein. Nichts und niemand kann uns von ihm und seiner Liebe trennen. Auch nicht der Tod. Wer zu ihm kommt, für den steht die Tür und noch viel mehr offen.
Diese Tür weckt meine Neugierde: Wir kennen das Gefühl, vor einer Tür zu stehen und nicht hineinzukommen oder nicht hineinzuwollen. Stehen wir vor dem Amtszimmer einer Behörde, der Haustür von Freunden, der Sprechzimmertür einer Arztpraxis oder stürmen gleich Kinder oder Enkel herein? 
Unzählige „Türmomente“ erleben wir im Laufe unseres Lebens – hinter und vor Türen. Wunderschöne und unangenehme. Türen können trennen und verbinden. Oft hängt das bei uns Menschen von beiden Seiten ab, wo wir stehen – vor und hinter der Tür. 
An solche Erfahrungen knüpft Jesus an, wenn er zu ihnen sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen:“ 
Die Tür bei ihm wird nicht geschlossen, sondern steht offen. Wir können der Einladung folgen. Alles da, alles vorbereitet. Es ist keine Falle, uns wird kein Bein gestellt. Es gibt keinen Druck.
-ER hört nicht auf, jede und jeden unermüdlich persönlich einzuladen. -ER wartet …
-ER wirbt um mich...
-ER nimmt die auf, die ihn suchen.
Er setzt sie neben sich. Er nimmt sie in seine Arme. ER hält für uns einen Platz frei, an dem es Brot des Lebens gibt. 
-Der Ort an den eingeladen wird, scheint zwischen Himmel und Erde zu schweben. 
„Wer zu mir kommt“.. das ist eine Einladung, wer sich an IHN wendet. An den wenden, der die Welt, die mich als Menschen bedrückt, schon überwunden hat.