Seit diesem Jahr haben wir eine neue Konstruktion zum Aufhängen des Kirchturmbildes. So ist das Bild stabiler und kann Witterungs-
einflüssen und vor allem dem Wind besser standhalten.
Du bist ein Gott, der mich sieht. (Genesis 16,13)
Hagar sagt diesen Satz. Wir kennen sie aus dem 1. Buch Mose.
Sie war die Sklavin von Sara, der Frau Abrahams.
Weil Sara glaubt, keine Kinder haben zu können, schickt sie Abraham zu Hagar und diese wird schwanger. Sara ist eifersüchtig. Hagar flieht – in die Wüste.
Hagar steht vor dem Nichts.
Verzweifelt und dem Tode geweiht ist sie. „Niemand sieht mich!“
In ihrer Einsamkeit und Not sendet Gott seinen Boten zu Hagar.
Der Engel sagt: „Woher kommst du und wohin gehst du?“. Da merkt Hagar, dass jemand sie beobachtet, dass jemand sie sieht. Sie denkt nach. Woher kommt Sie? Wohin geht Sie? in der Wüste?
Hagar weiß genau, dass sie hier keine Chance hat.
Gott wird sich um Hagar kümmern. Sie soll sich nicht aufgeben.
Hagar erkennt, dass Gott sie ansieht. Das gibt ihr Ansehen, Würde und Bedeutung. Es verleiht ihr Gewicht und Achtung.
Gott interessiert sich für sie. Sie merkt: Sie ist etwas wert.
Gott hat ihre Not gesehen.
Woher kommen wir und wohin gehen wir? und wer sieht mich?
Das sind auch unsere Fragen.
Gott hat mir Ansehen zugesprochen, als ich zur Welt kam. Er spricht es mir auch weiterhin zu.
Gott sieht mich. Ja mich, genau mich, wie ich bin.
Er strahlt mich an wie das Licht, das durch das Fenster auf dem Turmbild strahlt. Das ist eine schöne Aussicht: Wir stehen nicht ungesehen in der Welt. Und wir sind sogar angestrahlt.
Das Motiv zu dieser Jahreslosung haben die KonfirmandInnen des Jahrgangs 2022/2023 auf die Leinwand gebracht. Leider haben sie zum Malen keinen besonders warmen Tag erwischt, es war regnerisch.
